Sehenswürdigkeiten in Düsseldorf

Düsseldorf, als „Schreibtisch des Ruhrgebiets“ apostrophiert, vereint die Atmosphäre der Weltstadt mit rheinischem Charme.

Es ist aber auch die Stadt der Schlösser (in Kaiserswerth und Benrath), Heimat bedeutender Theater (Deutsche Oper am Rhein, Düsseldorfer Schauspielhaus), Sitz berühmter Museen und Galerien (Goethe-Museum) sowie Geburtsstadt großer Deutscher (allen voran Heinrich Heine, der am 13.12.1797 hier geboren wurde).

Stiftskirche St. Lambertus (Altstadt)

Die gotische Hallenkirche trat in den Jahren 1288-1394 an die Stelle einer ursprünglich romanischen Basilika. Der 72 Meter hohe Westturm hat die Kirche zu einem Wahrzeichen der Stadt werden lassen.

Die mittelalterliche Ausstattung ist nur zu einem kleinen Teil erhalten. Hervorzuheben sind Reste der gotischen Wandmalerei sowie ein spätgotisches Sakramentshaus (1475-1479) mit einer ungewöhnlichen Figurenfülle. Unter den Grabmälern (die Lambertuskirche war bis zum Bau der Andreaskirche Grabstätte der Fürsten) sind das Grabmal der Gräfin Margarethe von Berg (1388) und das Wandgrab (hinter dem barocken Hochaltar) für Herzog Wilhelm V. (1594-1599) hervorzuheben. Der größere Teil der Ausstattung wurde in den Jahren 1650-1712 eingebaut: der Hochaltar, vier Nebenaltäre, Kanzel und Gestühl. Der Kirchenschatz enthält bemerkenswerte Silberarbeiten.

Kath. Pfarrkirche St. Andreas (Andreasstraße)

Pfalzgraf Wolfgang Wilhelm von Neuburg hat die Kirche in den Jahren 1622-1629 als Jesuiten-Klosterkirche (und zugleich als Hof- und Grabkirche der Fürsten zu Neuburg) bauen lassen. Im Chor befindet sich das Mausoleum, das 1667 hinzugefügt wurde und in dem Kurfürst Joh. Wilhelm II. begraben ist.

Vorbild für diesen künstlerisch bedeutendsten Bau des 17. Jahrhunderts im niederrheinischen Raum waren die Hofkirche in Neuburg an der Donau sowie römische Barten der Spätrenaissance bzw. des frühen Barock.

In den Seitenschiffen finden sich lebensgroße Holzskulpturen von Aposteln und Heiligen, über dem Westportal die Büste von Pfalzgraf Wolfgang Wilhelm. Nennenswert die erstklassige Stuckdekoration.

Moderne Architektur

Der Bedeutung Düsseldorfs als Sitz zahlreicher Hauptverwaltungen großer Konzerne entspricht die moderne Architektur der Stadt. Sie nimmt ihren Anfang mit dem Warenhaus Tietz (heute Kaufhof) an der Königsallee, das von J. M. Olbrich in den Jahren 1907-1909 als viergeschossiger Komplex errichtet wurde. Es zeigt die Überwindung des Jugendstils und die Entwicklung des funktionsgebundenen Baustils (Funktionalismus).

In den Jahren 1911-1912 errichtete P. Behrens direkt am Rheinufer das Mannesmannhaus – ein monumentaler Bau von großer Sachlichkeit.

1925 wurde die Ehrenhof-Anlage fertiggestellt – als Ausstellungsbau von W. Kreis geplant und ebenfalls am Rhein gelegen. Der Komplex ist unterteilt in die Tonhalle (ein runder Kuppelbau), das Gebäude des ehemaligen Reichsmuseums für Wirtschafts- und Gesellschaftskunde und den Ehrenhof (mit Kunstmuseum). Die Anlage bestätigt den Drang zu modernen Zweckbauten, zeigt aber gleichzeitig, dass darin weder Schematisierung noch Einengung für die Architekten zu sehen sind.

Zu den Bauten, die nach dem 2. Weltkrieg entstanden sind und als richtungweisend für die moderne Architektur gelten, gehört das Thyssen-Haus zwischen Hofgarten und Geschäftszentrum (1957-1960, Architekten H. Hentrich, H. Petschnigg. Nordrheinwestfälischer Landtag (1988).

Klassizistische Wohnhäuser

Zahlreiche klassizistische Bauten, einst ein Charakteristikum von Düsseldorf, sind im Krieg zerstört und nur teilweise mit ihren alten Fassaden wieder aufgebaut worden. Gute Beispiele dafür in der Bastionstraße (Häuser 3-11a und 13-23), in der Bilker Straße (vor allem die Häuser 24-26, 32, 36-42,46) und in der Elisabethstraße (Haus Nr. 18).